Samstag, 28. Februar 2015

Rückblick: Februar

Ich habe vor, meinen Blog in nächster Zeit ein wenig umzugestalten, angefangen bei meinen Monatsrückblicken oder den Büchern des Monats, wie sie bisher hießen. Entweder bin ich in letzter Zeit kritischer geworden oder ich hatte Pech bei meiner Buchauswahl, denn wenn mir vielleicht nur ein oder zwei Bücher wirklich gefallen haben, lohnt sich der Buch des Monats-Post nicht wirklich, finde ich. Ich werde diese zwar noch beibehalten, den Beitrag insgesamt aber ausweiten. Somit werde ich eine Liste anhängen mit allen Büchern, die ich in dem Monat gelesen habe, inklusive meiner Wertung. Vielleicht mache ich das später wieder anders, aber jetzt probiere ich es erstmal so aus. Außerdem werde ich versuchen, einige Neuerscheinungen aus dem kommenden vorzustellen, die auch euch vielleicht interessieren könnten.Vielleicht habt ihr bei meiner Rezension zu "Etta" schon das "R" vorne dran gesehen. Das kennzeichnet ab sofort eine Rezension, während "NE" für Neuerscheinungen steht.  =)


Und Newsticker aus. Das wars jetzt mit meiner Ankündigung. Hier kommen nun meine Februar-Bücher:


Throne of Glass 2
Kriegerin im Schatten
Sarah J. Maas







Nosferatu - Vom Vollmond geweckt
Barbara J. Zister




Wie man sieht, sind es diesen Monat zwei Stück gewesen und obwohl es gar nicht so viele waren, habe ich das Gefühl, ansonsten habe ich nur oder fast nur schlechte Bücher gelesen. Meine Erwartungen waren vermutlich einfach jedes Mal zu hoch (außer bei Throne of Glass und Nosferatu) und wurden enttäuscht, aber Die Auslese ist noch gar nicht so lange her und nun Panic und Das nachtblaue Kleid, das ich abgebrochen habe... Für mich, die ungern weniger als drei Sterne vergibt und das auch nur sehr selten tut, ist das schon etwas.


Verliebe dich nie in einen Rockstar
Teresa Sporrer

Ganz spontan habe ich gestern Abend noch ein weiteres Buch angefangen, dass ich ebenfalls zu meinen Monatshighlights zähle. Hey, wenn mich ein Buch die ganze Nacht wach hält, weil ich es nicht zur Seite legen kann, dann kann es doch gar nicht schlecht sein.☺










Carswell's Guide to Being Happy von Marissa Meyer (4/5)
Throne of Glass - Kriegerin im Schatten von Sarah J. Maas (5/5)
Hinter den Buchstaben von Felicitas Brandt (4/5)
Wanderer - Sand der Zeit von Amelie Murmann (4/5)
Fairest: Levana's Story von Marissa Meyer (4/5)
Panic - Wer Angst hat, ist raus! von Lauren Oliver (2/5) *Rezension*
Nosferatu - Vom Vollmond geweckt von Barbara J. Zister (5/5) *Rezension*
Lenz von Georg Büchner (4/5)
Das Feuermädchen von Martina Fussel (3/5)  *Rezension*
Eleanor & Park von Rainbow Rowell (3/5)
Etta and Otto and Russel and James von Emma Hooper (3,5/5) *Rezension*
Alia - Der magische Zirkel von C.M. Spoerri (4/5)
Das nachtblaue Kleid von Karen Foxlee (ca. bei der Hälfte abgebrochen -> 1/5)
Im Herzen der Vollmond von Natalie Luca (3/5)
Verliebe dich nie in einen Rockstar von Teresa Sporrer (4/5)


Durchschnitt: 3,6 Sterne

Hauptsächlich liegt das daran, das ich zu hohe Erwartungen hatte, wie gesagt, und die Bücher dann nicht an sie heran kommen konnten. Zwei (!) der Bücher sind sogar unterm Strich. Andererseits habe ich bisher noch keine Vergleichswerte. Ist 3,6 viel? Wenig? Ich bin gespannt, was nächsten Monat rauskommt.

[R] Etta and Otto and Russel and James von Emma Hooper

*3,5 Sterne*




 Inhalt

Etta's greatest unfulfilled wish, living in the rolling farmland of Saskatchewan, is to see the sea. And so, at the age of eighty-two, she gets up very early one morning, takes a rifle, some chocolate and her best boots, and begins walking the 2,000 miles to the water. But Etta is starting to forget things. Her husband, Otto, remembers everything, and he loves her: surely they can balance things out? Their neighbour Russell remembers too, but differently - and he still loves Etta as much as he did more than fifty years ago, before she married Otto. Rocking back and forth with the pull of the waves, Etta and Otto and Russell and James moves from the present of a too-quiet-for-too-long Canadian farm to a dusty past of hunger, war, passion and hope, from trying to remember to trying to forget as, from prairie to forest to mountain to sand, Etta walks.
*Hier kaufen*

„Etta“ unterscheidet sich von den Büchern, die ich für Gewöhnlich so lese. Es ist kein Jugendbuch und ernster als meine übliche Lektüre. Nichtsdestotrotz wird in „Etta“ ein wunderschöne Geschichte über die Verbindungen zwischen Etta, ihrem Mann, seinem besten Freund und einem Kojoten erzählt.
Die Autorin hat Vergangenheit und Gegenwart meisterhaft mit einander verbunden. Am Anfang weiß man noch nicht, was Etta, Otto und Russel verbindet, doch dadurch, dass wir nicht nur Ettas Reise und deren Auswirkungen auf ihre Geliebten mitbekommen, sondern nach und nach erst erfahren, woher sie sich kennen und wie alles zusammen hängt. Außerdem hängen die Vergangenheits-Parts immer mit den jeweiligen Gegenwarts-Abschnitten zusammen und erleichtern es somit dem Leser, dem Geschehen zu folgen und es auch wirklich zu verstehen Mir hat diese Art des Erzählens gut gefallen, da die Charaktere dadurch so viel Tiefe erhalten.
Die Charaktere waren mir sympathisch. Gerade Etta, die mit ihren stolzen 82 Jahren loszieht um sich ihren Wunsch zu erfüllen, hat meinen ganzen Respekt. Ich bewundere es, dass diese Frau sich nicht von ihrem Alter von ihren Träumen abbringen lässt. Russel und Otto waren mir da schon etwas weniger sympathisch. Beide sind von Etta besessen, jeder von ihnen auf ihre Art und ich fand es teilweise ziemlich merkwürdig, wie die beiden Männer mit ihrer Abreise umgegangen sind.
Trotzdem haben mir die Teile aus der Vergangenheit besser gefallen und gingen mir näher, vermutlich weil die Figuren mir da altersmäßig näher sind und ich mich deshalb besser in sie hinein fühlen kann. Mir persönlich fiel es einfacher, ein 19-jähriges Mädchen zu verstehen, dass raus aus ihrem Elternhaus will und somit zur Lehrerin wird oder auch einen Jugendlichen, der bei der Ernte helfen muss und die Welt sehen will.
Dennoch unterscheidet „Etta“ sich nicht nur dadurch von meinen sonstigen Büchern. „Etta“ schlägt einen ziemlich ruhigen Ton an und setzt eher auf zwischenmenschliche Beziehungen und Gefühle, als auf Action und Spannung. So kam es, dass ich das Buch hin und wieder als ein wenig langweilig empfand, was zum Glück aber nie lange anhielt. Aber auch die Themen, die behandelt werden, begegnen mir sonst nicht oft. Zum Beispiel dass die vielen Kinder der Vogel-Familie alle mithelfen, ohne es zu hinterfragen oder der Kriegs- und Militärdienst sind solche Themen.
Was mich eigentlich als Einziges wirkliches gestört hat, ist, dass die Autorin keine Anführungszeichen verwendet hat. Man gewöhnt sich zwar daran, aber am Anfang fand ich es verwirren, dass sie im kompletten Buch nicht ein Mal auftauchen. Wenn ich nicht aufgepasst habe, habe ich nicht mitbekommen, dass plötzlich eine andere Person spricht. So konnte man Gesprochenes und Gedachtes auch nicht so gut unterscheiden, was mir gerade bei Etta manchmal ganz lieb gewesen wäre.

Über die Autorin:

Emma Hooper is a musician and writer. As a musician, her solo project 'Waitress for the Bees' tours internationally and has earned her a Finnish Cultural Knighthood. As an author, she has published short stories, non-fiction pieces, poetry and libretti as well as a number of academic papers. She is a research-lecturer at Bath Spa University, in the Commercial Music department, but goes home to cross-country ski in Canada as much as she can afford. 


Fazit

„Etta“ unterscheidet sich zwar von meinen sonstigen Lesegewohnheiten, aber anders bedeutet ja nicht gleich schlecht. Das Buch erzählt eine schöne Geschichte auf eine, zumindest für mich, ungewöhnliche Art und hat mich durch viel Gefühl und einem angenehmen Schreibstil zum Nachdenken gebracht.

Vielen Dank, dass ich Etta, Otto, Russel und James auf ihrer Reise begleiten durfte (In anderen Worten: Danke für das Rezensionsexemplar) an:

 Penguin Random House UK
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Dienstag, 24. Februar 2015

Das Feuermädchen von Martina Fussel

Inhalt

Tosende Wellen, endloses Wasser, Freiheit bis zum Horizont – das ist es, was sich Shaani von Kindesbeinen an am meisten wünscht. Aber das Mädchen gehört zum Volk der Waldmenschen und darf sich dem Meer nicht mal auf Sichtweite nähern. Der junge Krieger Faro hingegen lebt ganz in seinem Element - dem Element des Wassers. Nichts interessiert ihn außer sein eigenes Volk. Bis er eines Tages Shaani erblickt. Das Mädchen mit Augen so blau wie der Ozean und Haaren so rot wie Feuer. Prompt setzt er alles daran, sie kennenzulernen. Doch es gibt einen guten Grund dafür, warum sich das »Feuermädchen« vom Wasser fernhalten sollte…

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen. In der Welt, die die Autorin erschafft, gibt es vier Völker, zu jedem Element eines. Diese Völker sind mehr oder weniger mit einander verfeindet oder haben einfach nichts mit den anderen Völkern zu tun. Nicht komplett Neues, aber so weit ganz interessant. Was mir auch gefallen hat, war, dass man in jedes der Völker Einblick bekommen hat, auch wenn die Jiri, das Erdvolk, und die Amaren, das Wasservolk, durch Shaani und Faro deutlich im Zentrum stehen. Das war auch schon der erste Punkt, über den ich so ein bisschen gestolpert bin – die Namen. Die Personen, Völker, Götter, einfach alles und jeder hat solche ungewöhnlichen Namen, aber daran habe ich mich dann recht schnell gewöhnt.
Ein weiterer riesengroßer Pluspunkt, den ich dem Buch gebe, ist den ganzen Erzählperspektiven gewidmet. Ganze fünf gibt es davon! Ich als Fan von solchen Geschichten war begeistert. Fünf Perpektiven, aus denen man diese Geschichte erleben kann! Doch dann kam die Ernüchterung. Die einzelnen Kapitel sind ziemlich lang und wenn mich ein anderer Erzählstrang mit einigen der anderen Figuren gerade mehr interessiert hat, zog es sich noch etwas länger. Insgesamt plätscherte die Handlung meistens nur so dahin, besonders im zweiten Drittel ist kaum etwas passiert, insbesondere nichts allzu Spannendes. Doch im letzten Teil nahm die Geschichte zum Glück wieder etwas an Fahrt auf, auch wenn es mir persönlich streckenweise sogar etwas zu schnell ging. Zwar war auch die Handlung teilweise sehr vorhersehbar, trotzdem hat sie auch Spaß gemacht, wenn mal etwas passiert ist.
Nun zu den Figuren. Insgesamt gibt es sechs größere Charaktere: Die beiden Protagonisten Faro und Shaani, sowie ihre Freunde Barein, Zahra, Lani und Kelvin. Bei Faro und Shaani ist das wohl klar, aber auch unter ihren Freunden bilden sich im Laufe der Geschichte Pärchen. Eines von den Pärchen habe ich ganz besonders ins Herz geschlossen, aber um nicht die ganze Spannung raus zu nehmen, verrate ich nicht, welches. ;-) Die einzelnen Charaktere mochte ich auch jeden mehr oder weniger gerne. Was mich aber an allen, außer vielleicht Zahra, sehr genervt hat, ist ihre Naivität. Man kommt natürlich GAR NICHT auf die Idee, eine nahestehende Person könnte tiefere Gefühle haben und man fragt sich auch garantiert NIE, ob man wirklich dazu gehört, wenn es doch so offensichtlich ist, dass man anders ist. Okay, bei letzterem ist es offensichtlich, dass das auf Shaani geeicht ist. Aber sie hat sich tatsächlich nie gefragt, wieso sie so anders ist, ob es etwas gibt, was man ihr nicht erzählt. Ihre Gutgläubigkeit fand ich fast ebenso nervig wie ihre Naivität.
Eine weitere Emotion, die immer und immer wieder vorkommt, ist die Eifersüchtig. Beim ersten Mal fand ich es noch okay, dass eine Figur eifersüchtig ist, auch beim zweiten Mal war es in Ordnung. Aber wenn konstant irgendwer auf irgendwen eifersüchtig ist, dann zehrt das irgendwann nur noch gewaltig an den Nerven.
Was ich vorher auch nicht wusste: Das Buch ist kein Einzelband, wie ich gedacht habe, sondern der erste Teil einer Reihe. Ich bin noch unentschlossen, ob ich diesen wirklich lesen werde. Einerseits gab es so einiges, das mich schon beim ersten Teil genervt hat, andererseits ist die eine Sache, die mich eine Zeit lang als einziges hat weiterlesen lassen, noch immer nicht aufgeklärt. Und natürlich mein Lieblingspärchen.♥ Die beiden würde ich wirklich gerne wiedersehen, aber ob dieser Wunsch reichen wird? Naja, mal sehen.

Über die Autorin:

Martina Fussel, 1983 in Köln geboren, lebt mit ihrem Mann nahe der Domstadt und verbringt ihre Freizeit am liebsten mit Squash, langen Spaziergängen oder dem Lesen. Bei ein bis zwei Büchern die Woche, die ausschließlich mit Liebe zu tun haben, kam ihr irgendwann die Idee, etwas Eigenes zu schaffen und so begann sie mit dem Schreiben. »Das Königsmädchen« ist ihr Debütroman. 

Fazit

Mein erster Eindruck vom „Feuermädchen“ war gar nicht mal so schlecht. Doch dann kam die Naivität der Charaktere und die ganze Eifersucht, einer der Hauptaspekte, die mich gestört haben. Wenn man das mal außer Acht lässt, fand ich das Buch eigentlich ganz in Ordnung. Es hatte seine Schwächen, hat aber trotzdem auch noch Spaß gemacht. Direkt empfehlen würde ich das Buch zwar nicht, aber abraten würde ich es auch nicht.

Freitag, 20. Februar 2015

Panic von Lauren Oliver

Inhalt

Panic verändert alle(s). Heather hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. Dodge war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.

Schon wieder ein Buch, dass meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und mich enttäuscht hat. Ich habe es als Hörbuch gehört und das ist vermutlich der einzige Grund, wieso ich bis zum Ende durchgehalten habe. Es gab bisher erst zwei paar Bücher der Autorin, die ich wirklich mochte und ich hege immernoch die Hoffnung, dass Delirium und Pandemonium nicht alleine bleiben und es irgendwann wieder ein Lauren Oliver-Buch geben wird, das ich mag.
Am Anfang schienen Heather und Dodge, die beiden Protagonisten, ganz sympathisch. Sie waren auch später gar nicht so schlecht, aber irgendwann haben sie mich nur noch gelangweilt. Beide ihre Gründe, an Panic teilzunehmen fand ich total albern. Liebeskummer und Angstfreiheit? Meinetwegen können sie beides sein, aber das sind sehr schwache Gründe. Später hat Heather noch einen anderen, besseren Grund, aber bis dahin ist die Geschichte schon halb vorbei und die erste Hälfte lang hat sie aus einem total nichtigen Grund mitgespielt.
Die Idee von dem Spiel Panic fand ich anfangs auch ganz gut und interessant. Am Anfang waren die Aufgaben, die die Mitspieler erfüllen mussten noch im legalen Bereich, aber schon die zweite oder dritte Aufgabe verstieß nicht nur gegen das Gesetz, sondern war noch dazu auch unglaublich gefährlich. Die Jugendlichen machen sich strafbar und setzen ihr Leben aufs Spiel wegen ein bisschen Nervenkitzel und jeder Menge Geld. Ähm, ja, dass ich das nicht gut finde, muss ich wohl nicht nochmal extra erwähnen, denke ich.
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt, man bekommt sowohl in Heather, als auch in Dodge Einblick. Ich liebe Geschichten mit mehr als einer Perspektive, aber da hängt auch eine gewisse Erwartung dran. In so einer Situation erwarte ich einfach, dass die Liebesgeschichte sich auch zwischen den beiden abspielt. Stattdessen gab es zwei davon und nicht eine zwischen den beiden Protagonisten. Zwischen Heather und ihrem besten Freund Bishop herrscht eine Verbindung und Dodge kommt mit Nat, Heathers bester Freundin zusammen. So weit, so gut. Das nervige daran? Weder Bishop, noch Nat mochte ich. Alle beide waren mir sehr unsympathisch und da in beiden Erzählsträngen mindestens einer von ihnen eine Rolle spielen tauchten sie immer wieder auf.
Am meisten genervt hat mich aber, was das Spiel mit den Jugendlichen gemacht hat. Lügen und betrügen ist da noch das harmloseste. Es ging sogar soweit, dass versucht wurde, andere Jugendliche wegen des Spiels umzubringen. Das geht zu weit, finde ich. Kein Geld und kein Spiel ist sowas wert. Aber diese Intrigen ziehen sich durch das komplette Buch und bilden einen weiteren Grund für mich, es nicht zu mögen. Insgesamt blieb dann nicht mehr viel übrig, was ich mögen konnte.

Über die Autorin:

Die US-amerikanische Autorin Lauren Oliver studierte an der New York University Philosophie und Literatur und arbeitete anschließend kurze Zeit in einem New Yorker Verlag, bevor sie sich ausschließlich auf das Schreiben konzentrierte. Im September 2010 erschien ihr Debütroman »Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie« (Originaltitel »Before I Fall«). Im November 2011 erschien ihr zweites Buch »Delirium« ebenfalls im Carlsen Verlag, das gleichzeitig der Auftakt zur »Amor-Trilogie« war. Band 2 aus dieser Reihe erschien 2012 unter dem Titel "Pandemonium", der dritte und letzte Band "Requiem" Anfang des Jahres 2014. Die Autorin lebt heute in Brooklyn, New York. 

Fazit

Man kann es sehen, wie man will, aber die Idee, die doch so gut schien, hat mir in der Umsetzung nicht gefallen. Gemischt mit ein paar nervigen Charakteren, akzeptablen Protagonisten und jeder Menge enttäuschter Erwartungen ist „Panic“ ein weiteres Buch von Lauren Oliver, dass mich zu sehr nervt, um mir zu gefallen. Sie kann es doch, wieso schreibt sie dann nicht mal wieder etwas Besseres?

Sonntag, 15. Februar 2015

Nosferatu - Vom Vollmond geweckt von Barbara J. Zister

Inhalt

Finnys Leben hat sich um hundertachtzig Grad gedreht. Gerade noch It-Girl an ihrer Schule, lebt sie nun abgeschottet von den Menschen, die ihr einst so viel bedeuteten. Mit dem Beginn der Nacht muss sie sich in ihrer dunklen Kellerwohnung verstecken, denn was der Mond in ihr weckt, sollte keinem begegnen. Doch als sie auf den süßen Skaterboy Mad trifft, beginnt sie zu hoffen – auf ein Leben, eine Zukunft und die Liebe. Bis sie den Nosferatu begegnet…

Ich finde, dieser Klappentext kann nicht mal annähernd vermitteln, wie gut dieses Buch ist. Wenn man ihn so liest, klingt Finny wie die übliche verwöhnte Zicke, die sich nun wegen eines Schicksalschlages ändert und die Geschichte wie eine typische Liebesgeschichte. Aber nein, so ist das gar nicht!
Finny und eine Zicke? Nein! Eher das genaue Gegenteil davon. Tatsächlich ist sie am Anfang des Buches schon ein Jahr lang eine Nosferatu und von ihrem früheren It-Girl-Dasein bekommt man gar nichts mit. Sie will ihr Schicksal nicht einfach so annehmen und versucht trotz ihres nun dunklen Wesens das richtige zu tun und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Damit ist sie schnell zu meinem absoluten Lieblinscharakter in dem Buch aufgestiegen.
Die Liebesgeschichte ist weder einfach, noch gewöhnlich. Das hätte nicht gepasst, denn die Handlung ist um einiges komplexer gestrickt, als ich es erwartet habe. Und auch Mad konnte ich die meiste Zeit gar nicht einschätzen. Um nicht zu viel zu verraten: Es ist kompliziert und das macht die Geschichte, und besonders die Liebesgeschichte, sehr spannend.
Dazu kommt die eigentliche Handlung, die man zu keinem Zeitpunkt vorhersehen könnte. Die Autorin manövriert Finny immer wieder in eine Sackgasse, eine ausweglose Situation, und dann schafft sie es doch jedes mal, sie da wieder raus zu holen, ohne dass die Lösung gezwungen wirkt. Außerdem hat sie das alles einfach unfassbar gut verbunden. Die packenden Kampfszenen, die witzigen Momente, die gefühlvollen Stellen, es passt und verbindet sich zu einem fesselnden Buch. Und natürlich die Nosferatu. Ich muss sagen, vorher habe ich noch nie von den Wesen gehört, deshalb waren sie für mich etwas ganz Neues. Und das hat die Autorin gut nutzen können. Nach und nach erfährt man erst, was es mit ihnen auf sich hat und weil man mehr über sie wissen will, bleibt die Spannung die ganze Zeit erhalten.
In dem Buch spielen Ratten eine nicht unwichtige Rolle und besonders eine sticht hervor. Fans von Xemerius werden bei ihr auf ihre Kosten kommen, denn das Tier hat immer einen frechen und witzigen Spruch auf Lager. Ratten mag ich durch sie zwar nicht lieber, aber diese eine Ratte ist toll.
Inzwischen schreibe ich in meinen Rezensionen eigentlich kaum noch etwas über den Schreibstil. Meistens habe ich dazu nichts zu sagen, es ist eben ein Stil, der zu der jeweiligen Geschichte gehört. Aber bei Barbara J. Zister mache ich eine Ausnahme. Ich mochte ihren Schreibstil sehr. Sie hat eine sehr bildliche Sprache, die solche Sätze wie diesen hier hervorgebracht hat: „Genauso wie in den vier Herzkammern wurden auf vier Ebenen Menschen wie rote Blutkörperchen durch die Adern der Stadt gepumpt.“ Das ist auch eine Art, eine U-Bahnhaltestelle zu beschreiben und durch diese Beschreibungen kann man Finny an vielen Stellen einerseits besser verstehen, andererseits spürt man ihre Gefühle. Sie liebt die U-Bahn und jetzt soll mal einer sagen, dass diese Liebe in diesem Satz nicht durchsickert.

Über die Autorin:

Barbara J. Zister lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen im mystischen Bayerischen Wald, wo es noch Hexen, Dämonen und gruslige Raunächte gibt. Das perfekte kreative Umfeld für die Vielleserin, die sich seit 2010 ihren eigenen literarischen Projekten widmet – meistens sonntags oder wenn ihr das Leben Zeit dazu lässt. Als Meisterin der Elektrotechnik ist Spannung ihr Handwerk, was ihr auch beim Schreiben von Büchern zugutekommt. 

Fazit

Insgesamt hat „Nosferatu“ meine Erwartungen, die wegen des Klappentextes nicht sehr hoch waren, weit übertroffen. Das Gesamtpaket stimmt einfach. Die Protagonistin, die Geschichte, der Schreibstil, sie bilden ein fesselndes Buch, das man immer weiter lesen will. Also, lasst euch nicht von dem Klappentext anschrecken und gebt den Nosferatu und Finny eine Chance.