Montag, 30. Juni 2014

Buch des Monats Juni

Da ich nicht jedes Buch, dass ich lese, auch rezensiere, möchte ich von nun an meine liebsten Bücher des Monats nochmal besonders ehren. In diesem Monat sind es diese drei Ebooks:


Unter höllischem Schutz

von Natalie Luca
Teil 2 der "Nathaniel & Victoria"-Reihe











 Spiel der Zukunft
von Kim Kestner
Teil 3 der Zeitrausch-Trilogie












Der kleine Prinz
von Antoine de Saint-Exupéry










 





Montag, 23. Juni 2014

"Nichts" von Janne Teller

Inhalt

Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt - als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ...

Als ich das Buch fertig hatte, musste ich erst einmal nochmal nachschauen, in welcher Klasse die Charaktere sind und ich war geschockt, dass sie tatsächlich erst in der 7. sind.
An einer Stelle des Buches, wird der Berg der Bedeutung „makaber“ genannt, aber das ist noch eine Untertreibung. Ab einem gewissen Punkt war es einfach nur noch grausam. Ich habe mir das Hörbuch angehört und das war gut so (oder schlecht, je nachdem, wie man es betrachtet). Hätte ich dieses Buch tatsächlich gelesen, hätte ich es noch vor der Hälfte abgebrochen. Spätestens nachdem auf diesen Berg der Sarg eines kleinen Kindes gewandert ist, habe ich es aufgegeben, dem ganzen irgendetwas abgewinnen zu wollen. Wieso macht tut man sowas? Um einem 14-jährigen Kind zu beweisen, dass das Leben einen Sinn hat? Wozu? Es kann den Mitschülern doch egal sein, was Pierre Anthon denkt. Wenn er das Leben für sinnlos hält, dann ist das seine Sache und die anderen sollen nicht glauben, dass sie ihn unbedingt umstimmen müssen. Im äußersten Fall hätten sie sich an einen Erwachsenen wenden können, falls es sie wirklich so sehr gestört hat.
Pierre Anthon hätte auch nicht auf einem Baum sitzen und seine „Weisheiten“ hinausrufen müssen. Wie eben schon gesagt, es ist seine Meinung, die er meinetwegen haben kann, die er aber keinem anderen aufzwingen darf. Wobei ich mich auch gefragt habe, was bloß mit seinen Eltern los war. Wie kommt es, dass Pierre Anthon der Schule fern blieb und das ganze Jahr auf dem Baum im Garten saß und weder Vater, noch Mutter irgendetwas dazu zu sagen hatten?
Und nun zum Berg der Bedeutung. Bedeutsam war er auf jeden Fall nicht. Vielmehr ging es darum, dem anderen eine reinzuwürgen und ihm etwas noch größeres wegzunehmen, um nicht der zu sein, der den größten Verlust erleiden muss. Aber fast noch schlimmer finde ich, dass die Kinder für das Ganze nicht ernsthaft bestraft wurden. Sie töten einen Hund, schneiden einen Finger ab, zwingen ein Mädchen dazu, ihre Unschuld zu verlieren und bekommen trotzdem noch ganz normal Weihnachtsgeschenke wie jedes Jahr. Die einzige wirkliche Strafe sind ein paar Wochen Hausarrest. Als der Berg der Bedeutung weltberühmt wird und sogar als Kunst angesehen wird, werden die Schüler der Klasse dann als Helden gefeiert. Wofür? Für die schon genannten Grausamkeiten? Dafür, dass sie sich etwas getraut haben, dass es bis dahin so noch nicht gab? Überhaupt kann ich gar nicht verstehen, wie man einen abgetrennten Hundekopf ernsthaft als Kunst bezeichnen kann. Da sind nicht nur die Kinder verrückt geworden, überhaupt so etwas zu tun, sondern auch alle Anderen, die das scheinbar gar nicht einschätzen können, was das eigentlich ist.

Zur Autorin:

Janne Teller entstammt einer deutsch-österreichischen Familie, wurde aber in Kopenhagen geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach einem BWL-Studium arbeitete sie erfolgreich für die UNO und die EU auf verschiedenen Orte der Erde. Im Jahre 1995 begann sie hauptberuflich zu schreiben und lebt abwechselnd in New York, Paris, Mailand und ihrer Heimatstadt Kopenhagen. Vorallem ihr Jugendroman "Intet", im Deutschen "Nichts" wurde kontrovers diskutiert. Doch sie erhielt für diesen Roman sowohl den Jugendbuchpreis des dänischen Kulturministeriums sowie den Le Prix Libbylit. Tellers Bücher wurden in diverse Sprachen übersetzt. 

Fazit

Jedes Buch hat eine gute Seite und bei „Nichts“ war es die letzte. Ich war froh, als die Geschichte endlich zu Ende war und bin sehr enttäuscht, da ich bisher wirklich nur Gutes von dem Buch gehört habe. Schade.

Sonntag, 22. Juni 2014

"Königsblut - Die Akascha-Chronik" von Karola Löwenstein

Inhalt

Was ist das Leben wert, wenn es ohne Liebe ist? Was zählt die Liebe ohne die Wahrheit? Für Selma ist die Entscheidung klar. Selbst als sie erfährt, dass Adam einer höheren Gesellschaftsschicht angehört und eine Liebe zwischen ihnen in der Vereinten Magischen Union verboten ist, kann sie ihre Gefühle nicht unterdrücken. Sie weiß, dass sie füreinander bestimmt sind. Doch woher kommen ihre starken Gefühle? Gefühle, die Adam nicht zulassen will. Selma muss die Wahrheit erfahren, doch die entpuppt sich als gefährliches Geheimnis, denn da draußen machen die Morlems Jagd und kein Mädchen ist vor ihnen sicher.

Auf das Buch wurde ich zuerst wegen des Covers aufmerksam. Das Cover mit dem schwarzhaarigen Jungen und dem braunhaarigen Mädchen haben auch andere Bücher, deshalb wurde ich neugierig, um was es in diesem geht. Und obwohl die Geschichte nicht so sehr mein Fall war, kann ich im Nachhinein sagen, dass die Beiden Personen auf dem Cover wirklich gut zu Adam und Selma passen. Das Cover passt wirklich gut zur Geschichte und das ist schonmal eine Leistung.
Die Idee hinter der Geschichte war eigentlich auch eine gute. Eine Uni für Magier, das erinnert ziemlich an Harry Potter. Die Ähnlichkeit zwischen den Beiden war zwar nicht sehr groß, trotzdem hat es mich genervt. Für mich ist Hogwarts einfach etwas einmaliges und selbst diese kleine Ähnlichkeit störte mich. So schlimm, dass es mich vom Lesen abgehalten hätte, war es aber glücklicherweise doch nicht.
Adam und Selma sind tolle Charaktere. Selma ist ein normales Mädchen, sie ist nicht besonders beliebt oder begabt und genau das hat mir an ihr gefallen. Sie hat gehandelt, wie jeder Mensch handeln würde und in großen Teilen des Buches konnte ich mich deshalb ziemlich gut in sie hinein versetzen. Adam hingegen war der geheimnisvolle und unerreichbare Beschützer, der schon immer über Selma gewacht hat. Sein Leben ist um einiges schwerer als Selmas und trotzdem hat es ihn nicht abgehärtet. Er ist sehr verantwortungsbewusst und tut, was er glaubt tun zu müssen.
Ihre Liebesgeschichte war in Ordnung. Ein großer Pluspunkt war, dass die Beiden schon eine Vorgeschichte haben, ihre Liebe kam also nicht plötzlich aus dem Nichts. Allerdings ging mir ihre Beziehung viel zu schnell. Sie haben sich einige Male geküsst und schon gehen sie miteinander ins Bett. Das war viel zu früh, wie ich finde. Ich hätte es besser gefunden, wenn es zumindest ein paar Dates zwischen den Beiden gegeben hätte oder etwas in der Art. Es geht bei Selma und Adam nämlich eben nicht bloß um das Körperliche.
Die Geschichte hat sich teilweise ziemlich gezogen und die Zeitabschnitte zwischen den Szenen fand ich öfter mal zu groß. Da vergingen zum Beispiel mal einige Monate, ohne dass man weiß, was in dieser Zeit geschah. An diesen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die Abstände zwischen den Szenen entweder etwas kleiner sind, oder dass kurz erzählt wird, was die Charaktere in dieser Zeit getan haben. Selbst wenn sie den ganzen Tag bloß in ihren Zimmern sitzen und lernen, ist das immernoch etwas.


Zur Autorin:

Karola Löwenstein wurde 1979 in Deutschland geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann, veröffentlichte sie erfolgreich Kurzgeschichten und Gedichte.
Mehr über Karola Löwenstein und ihre Bücher erfahrt ihr auf ihrer Facebook-Seite:
www.facebook.com/KarolaLoewenstein



Fazit

Trotz liebenswerter Nebencharaktere, einer vielversprechenden Geschichte und einer sehr interessanten magischen Welt konnte mich „Königsblut – Die Akascha-Chronik“ nicht überzeugen. Sowohl die Idee, als auch die Ansätze waren gut, die Umsetzung jedoch hat mich leider echt enttäuscht.

Dienstag, 17. Juni 2014

Die 5. Welle von Rick Yancey

Inhalt

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ..

Mir hat die fünfte Welle leider gar nicht gefallen. Die Idee fand ich anfangs zwar noch ganz interessant, doch das verlief sich schon nach den ersten Seiten im Sand. Mir war es wohl zu krass, wie viel in dem Buch geschossen wird. Nach einem Angriff von Außerirdischen zwar verständlich, meiner Meinung nach aber trotzdem viel zu dominant in dem Buch.
Cassie war mir von Anfang sehr unsympathisch. Wenn man bedenkt, dass die Erde gerade von Außerirdischen angegriffen wurde, kann man ihr Verhalten vielleicht noch verstehen, doch mir kam sie einfach nur verrückt vor. Sie war längere Zeit alleine und hatte schon den Eindruck, der letzte Mensch auf Erden zu sein, doch das ist für mich keine Entschuldigung dafür, dass sie jeden den sie trifft, der ebenfalls ein Mensch sein könnte, gleich erschießt.
Den zweiten Protagonisten Zombie mochte ich leider genauso wenig. Seine Situation unterschied sich sehr von Cassies, doch sein Handeln war zumindest hinreichend erklärt und auch Verantwortung für Andere übernommen, sowie anderen Menschen Vertraut. Bei Cassie hat mich vermutlich ihre Isolation am meisten genervt.
Was ich jedoch mochte, waren die wenigen Stelle mit Sammy und die mit Evan. Die Beiden waren so was wie ein Lichtblick in diesem Buch. Sam mochte ich, da seine Sicht auf die Dinge so kindlich und unschuldig war, dass dabei die grausame neue Welt nicht allzu sehr im Vordergrund war. Evan hingegen gefiel mir auf Grund seines Charakters. Ich fand es toll, wie er sich um Cassie gekümmert hat, als sie Hilfe brauchte, obwohl man seit der vierten Welle niemandem mehr vertrauen kann. Ich hätte gerne mehr Stellen mit den Beiden gehabt, denn so kamen sie mir teilweise zu selten vor.
Der Schreibstil war auch nicht meins. Ständige Wiederholungen von Sätzen oder Satzteilen, die sich immer mal wieder ändernde Erzählperspektive und das Hin und Her zwischen dem, was die Protagonistin an den Leser richtet und dem Geschehen haben mich irgendwann einfach nur noch genervt. Dadurch wurde das Buch einfach nur noch unnötig in die Länge gezogen.


Zum Autor:

Rick Yancey ist ein amerikanischer Schriftsteller. Er studierte in Chicago an der Roosevelt University Englische Literatur und war danach vorerst als Lehrer und Schauspieler. Außerdem war er bei der US-amerikanischen Steuerbehörde angestellt. Seit 2004 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben. Mit dieser Zeit befasst er sich in seinem Roman "Confessions of a tax collector". Seitdem publizierte er mehrere Romane für Jugendliche und Erwachsene, die für einige Auszeichnungen nominiert wurden.


Fazit

„Die 5. Welle“ ist nichts für mich. Zu viele Waffen, zu wenig wirklich Interaktion zwischen den einzelnen Charakteren. Ich kann den Hype um dieses Buch wirklich nicht verstehen und bin sehr froh, dass ich es endlich durch habe.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Die Zeitrausch-trilogie, Band 2: Spiel der Zukunft von Kim Kestner

Hier ist auch meine Rezension zum ersten Teil der Reihe zu finden.

Inhalt

Es soll die phänomenalste Fernsehshow werden, die es je gegeben hat: Die Linearität der Zeit wird aufgehoben, Menschen werden quer durch die Jahrhunderte geschickt und vor Herausforderungen gestellt, die im Falle eines Scheiterns ganze Generationen auslöschen können. So etwas hat es noch nie gegeben. Noch nie. Außer für Alison. Als man sie am 31. August 2015 für die erste Staffel ins 25. Jahrhundert holt, ist sie bereits vorbereitet. Sie hat dieses Spiel schon einmal gespielt, sie kennt seine Regeln, sie kennt ihre Zukunft. Und sie weiß, dass sie Kay wiedertreffen wird - einen jüngeren Kay, der sie noch nie zuvor gesehen hat. Doch auch sie weiß nicht alles…

Mit „Spiel der Zukunft“ geht die Zeitrausch-Trilogie genauso spannend weiter wie bisher. Besonders gespannt war ich auf das Wiedertreffen zwischen Alison und Kay, die nun die Rollen vertauscht haben. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Es hat Spaß gemacht, zu sehen, was für Kay schon längst passiert ist und mitzuverfolgen, was ihn zu dem gemacht hat, der er ist.
Beim ersten Band hatte mich die Realityshow „Top the Reality“ gestört. Ich bin einfach nicht der Mensch, der sich solche Sendungen guten Gewissens anschauen kann. Deshalb freue ich mich noch immer sehr darüber, dass in diesem Band die Show eine eher kleine Rolle spielt. Vielmehr steht Alisons Veränderung im Mittelpunkt und ihre Beziehung zu Kay, wobei letzteres eine etwas kleinere Rolle einnimmt als ersteres. Es geht um Menschen und ihre jeweilige Entwicklungen.
Wer den ersten Teil „Spiel der Vergangenheit“ kennt, weiß, dass es mit den verschiedenen Realitäten teilweise ziemlich verwirrend werden kann. Dieses Mal gab es eigentlich bloß eine, höchstens zwei Stellen, an denen der Verlauf der Geschichte etwas mühsamer zu verfolgen war, ansonsten hat die Zeit keine großen Probleme gemacht.
Was mir besonders gefallen hat, war der Blick in die Zukunft. Im ersten Teil der Reihe hat Alison von ihr leider praktisch nichts gesehen und da hat sie echt etwas verpasst. In der Zukunft kann man mit einem Hologramm namens Sandra reden und sie gibt dir alles, worum du sie bittest. Besonders angetan hat es mir das Einrichten der Wohnung. Da wünscht man sich glatt, selbst in der Zukunft zu leben.
Mir war das Buch lediglich stellenweise ein wenig zu brutal. Klar, es ist nachvollziehbar, dass Alison alles für ihre Liebe zu Kay tut, doch für meinen Geschmack hat sie es hin und wieder ein wenig übertrieben. Ein Beispiel dafür ist, dass sie sich selbst einen Finger gebrochen hat, wobei ich nichts näheres dazu verraten will. Ihr Motiv verstehe ich voll und ganz, ihre Mittel jedoch weniger.
Aber trotz dieses kleinen Wermutstropfen ist „Spiel der Zukunft“ ein würdiger und sogar besserer Nachfolger des ersten Zeitrausch-Bandes.


Zur Autorin:

Kim Kestner, geboren 1975 in Gifhorn, studierte Visuelle Kommunikation und gründete später eine Marketingagentur. Als Kind klebte sie gebannt an den Lippen ihres Vaters, der ihr immer fantastischere Geschichten erzählte. Irgendwann gingen ihm dann die Ideen aus, deshalb entschloss sie sich, selbst Geschichten zu erfinden. Doch erst als sie ebenfalls Kinder bekam und sich Gute-Nacht-Geschichten ausdenken musste, erinnerte sie sich wieder an ihre Idee und fing an zu schreiben. Heute veröffentlicht sie regelmäßig Fantasyromane und erzählt immer noch Gute-Nacht-Geschichten …

Fazit

Durch die Brutalität an einigen Stellen reicht es zwar nicht für 5 Sterne, trotzdem verliert man sich mit „Spiel der Zukunft“ erneut in der Zeit und verfolgt gebannt Alisons Handeln in den verschiedenen Situationen, sowie die Anfänge der großen Liebe zwischen Alison und Kay. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung!

Samstag, 7. Juni 2014

"This is not a love story" von Holly Bourne

Inhalt

An die wahre Liebe oder gar an Seelenverwandtschaft hat die 17-jährige Penny nie geglaubt. Bis sie eines Abends bei einem Konzertbesuch auf Noah trifft. Wie ein Magnet fühlt sie sich von ihm angezogen und Noah geht es anscheinend nicht anders. Sie spürt die gewaltige Kraft der Gefühle und lässt Noah doch mit dem ihr eigenen Sarkasmus abblitzen. Erst als sie sich ein paar Monate später wiedersehen, ist klar: Penny und Noah können nicht voneinander lassen. Doch je näher sie sich kommen, desto gefährlicher scheint ihre Leidenschaft für sie und ihre Umgebung zu sein . . . Ist diese Liebe zu groß für sie?

Die Idee für die Geschichte hat mich gleich angesprochen. Seelenverwandte, deren Zusammensein eine Gefahr für die Welt ist? Wieso nicht. Und letztendlich hat mir auch die Umsetzung diese Idee sehr gefallen, unter Anderem auch, dass es eine wissenschaftliche Erklärung gab, wieso diese Seelenverwandtschaft so eine große Gefahr ist. Wäre bloß gesagt worden „Das ist nun mal so“ bin ich mir nicht sicher, ob ich das Buch hätte weiterlesen wollen.
Auch die Liebesgeschichte war ganz süß gemacht. Zwar nichts allzu Besonderes, eben eine ziemlich teenagermäßige Liebe, trotzdem ganz angenehm zu lesen. Hin und wieder fand ich es jedoch ein wenig zu dick aufgetragen, wie die nicht an Liebe glaubende Penny sich plötzlich doch in das Klischee der Verliebten verwandelt hat, dass sie vorher verachtet hat.
Und damit wären wir bei dem, was mich an diesem Buch wirklich gestört hat: Penny. Ich kann mich noch immer nicht entscheiden, wie ich sie schließlich eigentlich fand. Etwa die Hälfte der Zeit mochte ich sie eigentlich wirklich gerne, doch es gibt auch noch die andere Hälfte. In dieser anderen Hälfte war sie mir so unsympathisch, dass ich das Buch einige Male aus der Hand legen musste, bevor ich weiterlesen konnte. Dabei war es nicht ihr Sinneswandel was die Liebe betrifft, der mich so genervt hat, es war viel eher die Art, wie sie ständig an Noahs Liebe zweifelte und ihn besonders anfangs zurückstieß. Klar, ihre frühere Überzeugung ist da vermutlich nicht komplett verschwunden, trotzdem haben selbst ihre Freundinnen bemerkt, dass zwischen ihnen etwas Besonderes war. Wieso also sie nicht?
Noah wiederum war ein wirklich toller Charakter. Von Anfang an hat er sich um Penny bemüht, selbst als sie ihn zurückwies. Er hätte alles für sie getan und das kam auch ziemlich gut rüber.
Womit ich auch nicht ganz zufrieden war, war das Ende, zu dem ich aber nicht zu viel verraten möchte. Mir war schon etwas 100 Seiten vor dem Ende klar, wie das Ganze ausgehen würde und dieses Mal hätte ich mir gewünscht, dass diese Erwartungen nicht erfüllt worden wären. Man hätte so viel daraus machen können, das Ende war einfach nicht so meins. Trotzdem war es nicht schlecht. Das Ende war logisch auf der Geschichte aufgebaut und auch halbwegs zufriedenstellend, auch wenn ich es mir anders gewünscht habe.

Zur Autorin:

Holly Bourne, 1986 in England geboren, studierte Journalismus an der University of Sheffield. Sie arbeitete einige Jahre lang erfolgreich als Journalistin. Mit den Wünschen und Sehnsüchten von Jugendlichen kennt sie sich gut aus, da sie seit Jahren auf einer Ratgeber-Webseite Beziehungstipps für junge Leute gibt.Holly Bourne lebt zurzeit in London, träumt aber von einem Haus im Grünen. ›This is not a love story‹ ist ihr erster Roman


Fazit

Obwohl „This is not a love story“ meine Erwartungen leider nicht erfüllen konnte, bereue ich trotzdem nicht, dass ich es gelesen habe. Mit Höhen und Tiefen hat das Buch mich immer mal wieder begeistern und zum Lachen bringen können. Ich kann von diesem Buch weder abraten, noch es empfehlen. Für das Eine war es zu gut, für das Andere nicht gut genug. Ich finde, es sollte jeder selbst entscheiden, ob ihm oder ihr die Thematik zusagt oder nicht und sich von der Geschichte überzeugen lassen.

Donnerstag, 5. Juni 2014

"Unter höllischem Schutz" von Natalie Luca

Hier ist meine Rezension zum ersten Teil der Reihe zu finden, "Unter goldenen Schwingen"

Inhalt

Victoria ist im siebten Himmel: Ihr Schutzengel Nathaniel weicht nicht mehr von ihrer Seite und das ist genau das, wonach sie sich gesehnt hat. Doch lange kann sie dieses Glück nicht genießen, denn Lazarus, Luzifers Dämon, will das Band zwischen den beiden für immer zerschneiden. Er stellt Victoria eine tödliche Falle – und das Undenkbare geschieht: Nathaniel holt sie zurück ins Leben und wird dafür in die Hölle verbannt. Victoria ist untröstlich, denn sie weiß, dass ihr Schutzengel nun Höllenqualen erleidet. Um ihn von seinem schrecklichen Schicksal zu erlösen, schlägt sie Lazarus einen höllischen Deal vor.

Die Geschichte hat mich wieder sofort in ihren Bann gezogen. Gleich von der ersten Seite an war ich wieder in dieser Welt voller Schutzengel und Dämonen und konnte mich kaum wieder aus ihr befreien. Schon der erste Teil gehört zu meinen allerliebsten Büchern und die Fortsetzung steht diesem in nichts nach. Deshalb hat es großen Spaß, die liebgewonnenen Charaktere nun wieder zu treffen.
Die Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte sogar noch mehr ans Herz gewachsen, als sie es ohnehin schon sind. Sogar Personen, die ich im ersten Teil noch nicht so sehr mochte, hat man hier aus einer anderen Perspektive gesehen, sodass man nun gar nicht anders konnte, als sie zu mögen. Über andere, wie zum Beispiel den Dämonen Lazarus, hat man Hintergründe erfahren, durch die man endlich verstehen konnte, wieso er so ist, wie er ist.
Die Geschichte war zwar nicht allzu überraschend, hatte aber immer wieder unerwartete Wendungen und war von witzigen Dialogen gespickt, so dass diese Vorhersehbarkeit nicht sehr störte. Besonders mitgenommen haben mich dabei einige Verluste, die Victoria im Buch hinnehmen muss. Besonders in diesen Situationen konnte ich mich wirklich gut in sie hineinversetzen, da mir diese Verluste genauso schwer vielen wie ihr.
Der Schreibstil der Autorin ist wieder richtig toll. Die Geschichte liest sich leicht und ziemlich schnell, da man unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Ich war bis zum Ende an die Seiten gefesselt und hätte ich nicht zur Schule gehen müsse, hätte ich das Buch innerhalb weniger Stunden ausgelesen.

Zur Autorin:

Natalie Luca lebt und arbeitet in Österreich. Seit dem Abschluss ihres Wirtschaftsstudiums widmet sie sich vermehrt dem Schreiben, ihrer Leidenschaft seit früher Jugend. Auf ausgedehnten Reisen lässt sie sich für ihre Fantasygeschichten inspirieren. “Unter goldenen Schwingen” war ihr erster Roman.


Fazit

Genau wie den ersten Band schon, kann ich „Unter höllischem Schutz“ wirklich jedem nur empfehlen. So sehr begeistert wie die Geschichte um Victoria und Nathaniel hat mich schon länger keine Reihe mehr, deshalb freue ich mich umso mehr, dass es schon jetzt noch einen weiteren Band gibt, „Unter irdischem Siegel“, der mich hoffentlich genauso begeistern wird, wie die beiden ersten Teile. Wer diese Reihe nicht liest, ist selbst schuld und verpasst dadurch viele schöne Lesestunden.

Sonntag, 1. Juni 2014

"Feenblut" von Michelle Natascha Weber

Inhalt

Eine magische Reise in die Welt der Feen, in der nichts ist, wie es scheint ... Jede Nacht erklingt die Stimme in ihren Träumen und raubt Viola den Schlaf. Es ist der Ruf einer Fremden, einer ihr auf seltsame Weise vertrauten Frau, die eines Tages in ihrem Spiegel erscheint. Sie fleht Viola um Hilfe an und löst eine Kette von unheimlichen Geschehnissen aus, die niemand außer ihr wahrzunehmen vermag. Die junge Adelige beginnt, an sich zu zweifeln. Ist es das Feenblut in ihren Adern, das sie allmählich den Verstand verlieren lässt? Oder existiert die Fremde wirklich? Bei der Suche nach der Identität der Frau stolpert sie über ein dunkles Familiengeheimnis, das sie in große Gefahr bringt. Zur gleichen Zeit taucht der undurchschaubare Adelige Benneit MacDonegal am Hof von Stormhaven auf. Ein Mann, der Viola eine unerklärliche Abneigung entgegenbringt und alles tut, um sie auf Abstand zu halten. Dennoch kreuzen sich ihre Wege immer wieder und schon bald spürt Viola, dass sie sich zu dem geheimnisvollen Mann hingezogen fühlt. Doch Benneit stößt sie von sich, denn er trägt einen düsteren Fluch in den Adern, von dem Viola nichts ahnt. In seiner Berührung lauert ein Verderben, das sie nur allzu leicht vernichten kann. Dann öffnet sich ein Tor, das in die Welt der Feen führt, und reißt sie mit sich. Viola muss erkennen, dass viel mehr hinter dem Hilferuf der Fremden steckt, als sie jemals vermutet hätte. Und Benneit ist der Einzige, der Viola helfen kann, dem drohenden Unheil zu entkommen.

Schon am Anfang der Geschichte herrscht diese Atmosphäre, dieses mysteriöse und ein wenig kühle, die mich sofort an die Seiten fesselte. Man ist direkt in der Geschichte drin, ohne große Einleitungen und Erklärungen.
Zu dem „kühlen“ trug nicht zuletzt auch die Protagonistin Viola bei. Am Hof von Stormhaven, als adelige Frau, verbirgt sie ihre Gefühle meisterhaft, um sowohl Klatsch zu vermeiden, als auch, um sich zu schützen. Anfangs konnte ich sie zwar verstehen und ich hatte Mitleid mit ihr, aber ich hatte einfach keinen Draht zu ihr. Dies änderte sich im Laufe der Geschichte aber zum Glück, sie wuchs mir immer mehr ans Herz, bis ich sie am Ende gar nicht wieder gehen lassen wollte. Ähnlich ging es mit mit Benneit, dem zweiten Protagonisten, außer dass der Hochländer mir von Anfang an sympathisch war. Ich habe sie Beide und auch viele der Nebencharaktere sehr lieb gewonnen.
Was definitiv auch nicht von Nachteil war, ist, dass die Geschichte mittelalterlich angehaucht war, da ich das Mittelalter einfach liebe. Es hat Spaß gemacht, die Jagdausritte, die Feste und auch die Verhaltensformen zwischen den einzelnen Schichten zu betrachten und die Frau, die nicht wirklich in dieses ganze Hofleben passt.
Ein großer Teil des Buches spielt in Asmoria, der Welt der Fey. Asmoria erinnert mich ein wenig an die Feenwelt aus „Plötzlich Fee“, ist aber doch ganz anders. Mit Viola und Benneit entdeckt man nach und nach immer mehr von dieser unglaublichen und faszinierenden Welt und taucht komplett ein zu den Fey und ihren anderen Wesen.
Die Liebe kommt in „Feenblut“ aber auch nicht zu kurz. Nach und nach entwickelt sich eine richtig süße und innige Liebe zwischen Viola und Benneit, die sich anfangs noch nicht einmal mochten. Mir gefiel hierbei besonders, das die Liebe nicht auf einen Schlag plötzlich da war, sondern das man als Leser selbst mitverfolgen konnte, wie die Beiden Gefühle für einander entwickelten.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildreich und flüssig. Das Lesen war ziemlich einfach und die Seiten flogen nur so dahin und beim Lesen konnte ich mir alles gut vorstellen, auch in der Feywelt.

Zur Autorin:

Michelle Natascha Weber wurde 1980 in Hanau geboren und lebt heute am Rhein. Nach dem Abitur studierte sie Kunstgeschichte und Anglistik in Gießen und widmete sich ihrer Leidenschaft für das Schreiben.
Sie schreibt Romane und Kurzgeschichten aus dem Bereich Fantasy, die meist sehr starke Einflüsse aus dem Mantel & Degen Genre aufweisen.


Fazit:

„Feenblut“ ist ein unglaublich lesenswertes Fantasybuch, das mir vor Allem auch durch den Mittelalteraspekt sehr gefallen hat. Die tollen Charaktere und der detaillierte Schreibstil der Autorin haben ihr übriges getan, mich an das Buch zu fesseln und mir eine schöne Zeit zwischen seinen Seiten zu bescheren.